Herrenhäuser Gespräch: Die Maschine denkt, die Maschine lenkt?

Originalbeitrag: https://www.ndr.de/ndrkultur/sendungen/sonntagsstudio/Sonntagsstudio,sendung877838.html

Zum Selbstbild des Menschen gehört es, jenes einzigartige Wesen zu sein, das durch Verstand, Vernunft und Gefühl für Erkenntnis und Fortschritt bürgt. Das könnte sich mit dem Einzug Künstlicher Intelligenz in unseren Alltag bald fundamental ändern. Sprachassistenten wie Siri oder Alexa sind längst etabliert. Auf immer mehr Feldern lassen Algorithmen und Maschinen das menschliche Denkvermögen hinter sich. Das reicht von der Auswertung von Daten für Bankgeschäfte über die medizinische Diagnostik bis hin zu Prognosen für die Rückfälligkeit von Straftätern. Selbst Gemälde und Romane gelingen schon ohne menschliche Hilfe.

Der Mensch: überflüssig?

Wie reagieren wir auf diese fundamentale Kränkung, wie auf die schwierigen ethischen Fragen, die sich daraus ergeben? Sind wir dabei, überflüssig zu werden? Oder besteht die Chance, die rasante Entwicklung der Künstlichen Intelligenz auf Dauer und zuverlässig für ein besseres menschliches Leben zu nutzen?

Die Podiumsgäste:

• Prof. Dr. Nicole Krämer 
Sozialpsychologin, Universität Duisburg-Essen (Forschungsprojekt zu Umgang und Beziehungsgeflecht von Menschen mit KI-Sprachassistenten)

• Dr. Nathalie Weidenfeld 
Kulturwissenschaftlerin, LMU München, Autorin von „Digitaler Humanismus. Eine Ethik für das Zeitalter der Künstlichen Intelligenz“

• Tobias Krafft 
Algorithm Accountability Lab, TU Kaiserslautern

• Holger Volland 
Gründer Kulturfestival THE ARTS+, Autor von „Die kreative Macht der Maschinen“      

Moderation: Ulrich Kühn (NDR Kultur)

Aufzeichnung vom 14. Februar 2019 im Schloss Herrenhausen in Hannover.

Die Herrenhäuser Gespräche sind eine Veranstaltungsreihe von VolkswagenStiftung und NDR Kultur.