HolgersBlog

Tatsächlich stellt sich die Frage immer öfter. Kindergärten und Schulen verwenden Roboter zum Lernen und für fördernde Kommunikation mit autistischen Kindern (das abgebildete Roboterkind ist ein solcher therapeutischer Roboter). Da stellt sich die Frage, ob nicht irgendwann auch freundliche und hilfreiche Partnerschaften zwischen Mensch und Maschine zum Alltag gehören werden?

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https://www.youtube.com/watch?v=oJq5PQZHU-I&feature=youtu.be

„Stellen Sie sich Folgendes vor: Wir befinden uns in einem Pflegeheim. Eine alte Dame im Rollstuhl gibt gurrende Laute von sich und lächelt ein weißes Bündel in ihrem Schoß liebevoll an. Sie streichelt ihm über den Kopf, drückt es fest an sich und wiegt es liebevoll im Arm. Wenn sie spricht, dreht das Stofftier seinen Kopf in Richtung ihres Gesichtes. Streichelt sie es an bestimmten Stellen, dann stupst die kleine Robbe die alte Dame mit dem Kopf und signalisiert damit, dass sie gerne kuscheln möchte. Gerne gibt die Rollstuhlfahrerin nach und schaut glücklich, während sie das Tier im Arm hält. »Paro« heißt das interaktive Modell einer Sattelrobbe, das sich fast wie ein echtes Robbenbaby bewegt und mit niedlichen Tönen mit den Menschen kommuniziert. Fügt man ihm Schmerz zu, so gibt es klagende und abwehrende Laute von sich.

Das Stofftier wird aktuell vor allem in Seniorenheimen mit einem hohen Anteil an Demenzkranken eingesetzt. Und es funktioniert tatsächlich: Die Kranken werden durch den Roboter aktiviert und sind deutlich gesprächiger und gelöster. Die Robbe wurde in Japan entwickelt, im Land mit der höchsten Roboterdichte der Welt. Dort geht man traditionell sehr entspannt mit künstlichen Lebewesen um. Ihnen wird sogar eine Seele zugeschrieben – ebenso wie auch alle anderen Dinge nach dem Glauben des Shintoismus, der in Japan verbreiteten Religion, eine Seele besitzen.“

Aus „Die kreative Macht der Maschinen“