HolgersBlog

Tatsächlich stellt sich die Frage immer öfter. Kindergärten und Schulen verwenden Roboter zum Lernen und für fördernde Kommunikation mit autistischen Kindern (das abgebildete Roboterkind ist ein solcher therapeutischer Roboter). Da stellt sich die Frage, ob nicht irgendwann auch romantische Partnerschaften zwischen Mensch und Maschine zum Alltag gehören werden?

„In London findet jährlich eine Konferenz unter dem Titel »Love and Sex with Robots« statt. Dr. Kate Devlin, eine der Veranstalterinnen, ist der Meinung, »dass Roboter in Zukunft unsere Liebhaber werden könnten«. Sie sieht Parallelen mit den antiken griechischen Mythen, etwa zu Pygmalions Statue, die mit einem Kuss zum Leben erweckt wurde oder zu Hephaistos, der sich zwei goldene Dienerinnen schmiedete, um über seine untreue Frau Aphrodite hinwegzukommen. »Die Robotik gestattet es uns, alle möglichen Themenfelder ohne die Restriktionen unserer Menschlichkeit erforschen zu können. Eine Maschine ist wie eine neutrale Projektionsfläche, die es uns erlaubt, neue Ideen auszuprobieren.«

Weit hergeholt scheint das nicht zu sein. Der japanische Rentner Senji Nakajima hat zum Beispiel keine Lust mehr auf komplizierte menschliche Beziehungen und lebt deshalb mit einer Silikonpuppe zusammen. Er ist zwar verheiratet und hat zwei Kinder, schläft aber trotzdem neben seiner Puppe, mit der er auch einkaufen geht. David Levy, ein Experte für Künstliche Intelligenz findet das überhaupt nicht seltsam. Denn er glaubt ebenfalls fest daran, dass sich Menschen in Zukunft auch in Sexroboter verlieben und den Wunsch haben werden, diese zu heiraten. In der rein virtuellen Welt ist das bereits möglich…“

Aus „Die kreative Macht der Maschinen“