Beginn einer Entdeckungsreise: Etwa 150 Teilnehmer diskutieren bei der Tagung „Link“ der Stiftung Niedersachsen über interdisziplinäre Perspektiven auf künstliche Intelligenz.

Beitrag auf Hannoversche Allgemeine vom 20.5.2019

„Träumen Androiden von elektrischen Schafen?“, fragt Philip K. Dick in seinem gleichnamigen Roman aus dem Jahr 1968, der den Film „Blade Runner“ inspirierte. Was den Menschen letztlich zum Menschen mache, sei nicht seine Intelligenz, so Dick, sondern seine Empathie. Die Tagung „Link“, in der die Stiftung Niedersachsen interdisziplinäre Perspektiven auf Zusammenhänge zwischen künstlicher Intelligenz und Künsten versammelt, zeigt: Die wesentlichen Fragestellungen haben sich kaum verändert. Noch immer haben Menschen Angst davor, im Angesicht der Maschine an Bedeutung zu verlieren. Noch immer birgt die Technik ungeahntes Potenzial für gesellschaftliche Entwicklungen. Und noch immer liegt die Produktivität des Diskurses in Differenzierungen und Details.

 „Wir beginnen eine Entdeckungsreise, ein Experiment mit unbekanntem Ausgang“, betont Lavinia Francke, Generalsekretärin der Stiftung. Etwa 150 Teilnehmer diskutieren zwei Tage lang Aspekte ihrer jeweiligen Disziplinen. Wie die Referenten sind auch sie meist Künstler, Kulturschaffende, Programmierer, Techniker, Juristen, Historiker, Autoren oder Philosophen. Jede Disziplin bringt eigene Lesarten, Definitionen und Spezifikationen mit, Einschränkungen, Hoffnungen und Befürchtungen. Der Tagung gelingt ein Rahmen, in dem alle sich behutsam und pragmatisch an die Visionen der anderen herantasten können.

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Kennzeichnungspflicht für Roboter?

 „Fast allen Maschinen fehlt ausreichendes Wissen über Kontexte“, sagt Holger Volland, Gründer des digitalen Kulturfestivals The Arts+. Kai-Uwe Kühnberger, Professor für künstliche Intelligenz an der Universität Osnabrück, ergänzt: „Um etwas bewerten zu können, brauchen wir Emotionen, Assoziationen und Relationen.“ Gleichwohl wird es wichtiger, im Alltag unterscheiden zu können, ob hinter einfachen digitalen Kommunikationen Menschen stecken. „Brauchen wir eine Kennzeichnungspflicht für soziale Roboter und unsichtbare künstliche Intelligenzen?“, fragt die Wissenschaftsjournalistin Manuela Lenzen.

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